Mehr kubanisches Lebensgefühl für Deutschland



Estilo de baile (Tanzstile): Son Cubano


Son Cubano (kurz Son, von span. sonido: Laut, Klang, Schall, Ton), Musikstil aus Kuba, historische Wurzeln ca. Mitte des 19. Jahrhunderts. Motive aus Tanzformen der spanischen Kolonisatoren, wie Bolero, Menuett, Zapateado und Contradanza mischten sich mit den afro-kubanischen Rhythmen zu einem eigenständigen Musikstil. Hinzu kam, als weiteres Gestaltungselement, der Frage- und Antwortgesang mit meist alltäglichen Themen, weshalb der Son auch häufig mit dem nordamerikanischen Blues verglichen wird

 

Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte der Son nach Havanna. Die ursprüngliche Instrumentierung der Son-Gruppen – meist Trios mit Tres, Maracas und Claves – wurde später zum Sextett oder Septett erweitert (zusätzlich Gitarre, Bongos, Trompete, Kontrabass). In den 1940er Jahren weiteten sie sich zu kompletten Tanzorchestern mit Piano, Sängern und Bläsersätzen aus, die allgemein Conjuntos genannt wurden.

 

Für die Kubaner ist der Son Cubano der Urklang der Musik, die Mutter aller Rhythmen. Aus ihm entwickelten sich der Chachachá, die Rumba und der Mambo. Oft wird er auch als Vorläufer der Salsa genannt. Durch die Rhythmik der Clave, die im 3/2 oder 2/3 Takt geschlagen wird, wird vorgegeben ob mit dem Takt oder gegen den Takt getanzt wird.